Etappe 3
Gitschenen – Hinter Jochli – Chälen – Klewenalp – Beckenried
Im Naturgarten der Zentralschweiz – der Alpenübergang
Gitschenen (1546m) – Hinter Jochli 2105m) – Klewenalp (1599m) – Beckenried (435m). Höhenmeter 560 m aufwärts / 1670 m abwärts, Wanderzeit ca. 6 Stunden, Distanz ca. 14 Kilometer. Klewenalp – Beckenried mit Luftseilbahn möglich. T2/T3 mittel, gute Trittsicherheit, gute Kondition.
Mächtiges Urschweizer-Bergpanorama
Brisen, Schwalmis, Maisander, Alpeler, auch Gitschen und Oberalpergrat mit Tor, Stockzahn und Bärenstock. Markante Gipfel säumen den Ausgangspunkt der 3. Etappe ab Gitschenen (1550 m ü.M.). Beim Chneuwis zweigt der Weg nordwärts ab. Wir steigen unter den Felsrippen des unteren Zingels hoch zur Alp Unter und Ober Bolgen. «Bei den Seelenen» befinden wir uns inmitten eines der schönsten nationalen Amphibienlaichgebiete. Die herrliche Alpenblumenpracht begleitet uns bis zur Klewenalp. Wer Glück hat entdeckt unter Steinen die seltene, aber stark gefährdete Nidwaldner Haarschnecke. Oberhalb der «Seelenen» zweigt ein Weg zum Schwalmis ab, dem markanten Aussichtsberg. Beim Aufstieg zum höchsten Punkt - dem Hinter Jochli auf 2105 m ü.M. - eröffnet sich dem Wanderer ein traumhafter Ausblick auf die Urner Bergwelt mit dem mächtigen Uri Rotstock, dessen Gletscher bedenklich schwinden. Und auf die Klewenregion mit dem Vierwaldstättersee.
Erlebnisregion Klewenalp – mit Blick auf die Seenlandschaft
Beim Hinter Jochli (2105 m ü.M.) überschreiten wir die Kantonsgrenze von Uri nach Nidwalden. Als Abstecher erreicht man vom Jochli in rund 25 Minuten den Risetenstock. Hier öffnet sich der einmalige Blick nordwärts auf die Bergstation Klewenalp (1600 m ü.M.) und über die Ausläufer des Vierwaldstättersees bis weit ins Schweizer Mittelland. Wir wandern auf dem steilen Bergweg abwärts zur Chälenegg. Wir entdecken Kalkschuttfluren, die für Pflanzen eine extreme Umgebung sind, denn in den Kalktrichtern versickert Wasser und bildet kleine Moorflächen. In dieser rauen Landschaft liegen die grossen Wintersportanlagen Klewenalp-Stockhütte. Über Alpwiesen passieren wir das Mälchgädeli, Tannibüel und erreichen die Klewenalp. Dort lädt ein familiärer Klettergarten beim Ärgglen-Lift und ein Alpenblumenrundweg mit über 100 Pflanzen ein. Schliesslich erreichen wir die Restaurants der Feriendestination Klewen, die zum Bleiben und einem Wandertag einladen (Gasthäuser: Panorama, Alpstubli, Klewenstock, Tannibüel, Stockhütte u.a.). Rund um das Choltal - zwischen Niederbauen, Stockhütte, Heiltiberg und Klewenalp - befindet sich der Wildbeobachtungspfad. Rothirsche, Rehe, Gämsen, Birkhuhn, Murmeltier, Steinbock und Adler leben in Felsbändern, Wäldern und Weiden. Dies wird auf 16 Informationstafeln erklärt.
Beckenried – Ort der Geschichte und des Brauchtums
Die Klewenalpbahn ist die längste Luftseilbahn der Zentralschweiz, 1933 nahm sie als zweite Seilbahn der Schweiz den Betrieb auf. Wer müde ist, fährt mit der Bahn hinunter. Oder man wählt den Fussmarsch, auf alten Güter- und Forstwegen bergab via Eggenrüti, Staldi, Bodenberg und Berg Studi bis zum Vierwaldstättersee. Die wunderbaren Aussichten auf die Voralpen und den Vierwaldstättersee faszinieren. Beckenried, das «schönste Dorf am See» ist mit Schiff und Postauto gut ans das Verkehrsnetz angeschlossen. Die 3. Wanderetappe beendet man lustvoll ab im Seebad. Oder man vergnügt sich auf dem Minigolfplatz, bei einem Einkaufsbummel, beim Besuch der Dorfgaststätten oder übernachtet in einem der Hotels (u.a. Boutique Hotel, Schlüssel, Nidwaldnerhof, Seerausch, Rössli). Beckenried ist bekannt fürs Brauchtum, den Treichler- und Samiklaus-Einzug, den «Samichais-Märcht», den Alpabzug oder für die Fasnacht und der Beggo-Zunft. Es lohnt sich ein Besuch der, barocken Wahlfahrts-Ridlikapelle (erbaut 1701) und der Lourdesgrotte an der Dorfstrasse, die 1899 eingeweiht wurde.



